Der Unsichtbare

Der Unsichtbare

Gesamtbewertung:

Cecilia ist mit Adrian, einem reichen Inhaber einer Technikfirma, zusammen. Doch da Adrian kontrolliert wie sie aussieht, was sie sagt und was sie denkt, flüchtet sie eines Tages. Bei Freunden untergekommen, erfährt sie zwei Wochen später, dass Adrian Selbstmord begangen hat und sie als Erbe fünf Millionen Dollar bekommt. Doch etwas stimmt nicht. Cecilia, die Adrian immer als Soziophaten bezeichnete, fühlt sich als würde sie gestalkt werden. Von einer unsichtbaren Person. Ihrer Meinung nach ist es Adrian.

In meiner letzten Kritik zu Upgrade habe ich Leigh Whannell ja schon sehr doll gelobt. Upgrade war eine gelungene Abwechslung im Science Fiction Genre und sah mit seinen drei Millionen Dollar Budget auch erstaunlich gut aus. Das selbe gilt jetzt auch für ,,Der Unsichtbare“. Wieder mit einem kleinen Budget (diesmal sind es sieben Millionen Dollar), ist Der Unsichtbare einer der besten Horror-Thriller des 21. Jahrhunderts.

Cecilia, gespielt von der hervorragenden Elisabeth Moss, ist ein sehr tiefgründiger Charakter. Man kann ihre Handlungen nachvollziehen (was in Horrorfilmen ja meistens nicht der Fall ist) und sie als Identifikationsfigur betrachten. Der Unsichtbare ist sehr gut gestaltet. Obwohl man ihn nicht sieht ist er nervenaufreibend und auch, wie er zur Erscheinung gebracht wird, ist extrem gut umgesetzt.

Doch Der Unsichtbare lebt nicht nur von den beiden Hauptfiguren, sondern auch von der Spannung und den Gruselmomenten. Der Film hat eine durchgehend spannende Atmosphäre und auch wenn ich den Film nicht gruselig fand, kann ich mir vorstellen, dass viele Zuschauer anderer Meinung sind.

Obwohl der Film mit einem kleinen Budget von gerade einmal sieben Millionen Dollar ausgekommen ist, reicht das trotzdem, um dem Zuschauer im dritten Akt einen befriedigenden ,,Endkampf“ zu liefern. Generell ist die Action sehr schön choreographiert und gefilmt. So bewegt sich die Kamera sehr anschaulich um das Geschehen, aber man sieht immer, was vor sich geht. Die Kamera ist aber nicht nur in den Actionszenen gut, sondern auch im Rest des Filmes. Viele schöne Einstellungen von der Stadt (ich glaube San Fransisco) und den Schauplätzen, sorgen für Abwechslung in der konstant düsteren Atmosphäre.

Wo andere den Film nach dem dritten Akt beenden, setzt Leigh Whannell aber noch einen drauf und liefert uns in den letzten 20 Minuten noch einen Twist nach dem anderen. Diese sind so clever, dass man noch lange danach über sie nachdenken muss, um sie richtig verstehen zu können. Denn Der Unsichtbare ist so gut geschrieben, und das Ende so unerwartet, dass es wirklich blöd ist, wenn man an einer Stelle des Films mal nicht aufgepasst hat.

Ich empfehle den bisher besten Film des Jahres ab 14 Jahren, da die Gewalt und die Gruselmomente für jüngere Zuschauer zu hart seien könnten. Aber der Unsichtbare ist so gut, dass ich jedem Filmfan (vor allem Horror/Thriller Fans) empfehle, sich den Film anzuschauen.

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Über den Film

Titel: Der Unsichtbare
Regie: Leigh Whannel
Drehbuch: Leigh Whannell
Produktion: Jason Blum, Kylie du Fresne
Musik: Benjamin Wallfisch
Schnitt: Andy Canny
Erscheinungsjahr: 2020
Länge: 124 min.
Fsk: 16